Montag, 27. März 2017

Rezension "The Black Lily" von Juliette Cross



Rezension
The Black Lily
von Juliette Cross

Entangled Publishing Select Otherworld
ASIN: B06XC4R44J
eBook mit ca. 290 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Paranormal Romance
Preis: ca. 5,36 €

Reihe: Tales of the Black Lily #1
1. The Black Lily
2. The Red Lily (ET: 19. Juni 2017)




Inhalt
Cinderella like you’ve never seen before…
With the threat of the vampire monarchy becoming stronger every day, the Black Lily must take drastic measures. As the leader of the underground resistance, Arabelle concocts the perfect idea to gain the attention of the Glass Tower. Her plan? Attend the vampire prince’s blood ball and kill him. Fortunately for Prince Marius, her assassination goes awry, and Arabelle flees, leaving behind only her dagger.
Marius is desperate to find the woman whose kiss turned into attempted murder, hunting for the mysterious assassin he can’t push out of his mind. But what he uncovers could change the course of his life forever…©Goodreads


Meine Meinung
Eine von Juliette Cross' größten Stärken ist es, dass sie sich für jede ihrer Welten etwas ganz Neues ausdenkt: sie nimmt Bekanntes, gibt diesem einen innovativen Dreh, den man so noch nicht gesehen hat und gestaltet damit faszinierende Geschichten. In ihrem neusten Roman The Black Lily, dem Start in eine neue Serie, mischt sie romantische, paranormale und historische Fantasy mit Märchenelementen.

In Arabelles Welt herrscht die mächtige Varis-Dynastie, bestehend aus den ältesten und mächtigsten Vampiren, unumschränkt über das Land. Die Menschen fürchten sie, denn nicht nur müssen sie den Aristokraten dienen, sondern es verschwinden auch immer wieder Menschen spurlos. Arabelle selbst kann dieses Unrecht nicht mehr mit ansehen und so ruft sie eine Gruppe von Rebellen namens Black Lily ins Leben, um die Tyrannen zu stürzen. Man kann sagen was man will: schon nach dem Prolog, der nur wenige Sätze umfasst und die Gründungslegende der Vampirmonarchie beschreibt, war ich total gefesselt. Das Worldbuilding ist typisch mittelalterlich angelegt: eine Monarchie, die in Luxus und Sicherheit in ihrem Schloss im krassen Gegensatz zu den ärmlichen Verhältnissen der einfachen Leute leben. Indem sie den Adel vampirisch macht, spitzt die Autorin dieses Ausbeutungsverhältnis zusätzlich zu, da natürlich die Vampire das Blut der Menschen trinken, um zu überleben. Damit thematisiert sie quasi nebenbei die Gegensätze in einem Abhängigkeitsverhältnis und zeigt in der Geschichte ihrer Protagonisten, wie Hass und Vorurteile auf beiden Seiten überwinden werden können.

Die Protaginsten nehmen genau jene Rollen ein, die ihnen die Cinderella-Märchenadaption, die The Black Lily ist, zuweist: das arme Dienstmädchen und der Prinz. Trotzdem ist Arabelle viel mehr als nur eine wehrlose Cinderella. Stattdessen kann sie mit ihrer Entschlossenheit andere inspirieren und kämpft für ein gutes Ziel - nicht ohne sich im Laufe der Handlung zu fragen, ob sie es auf die richtige Art und Weise tut. Ebenso ist Marius mehr als ein verwöhnter Prinz, viel mehr liegen ihm die Menschen wirklich am Herzen und er versucht sein Bestes, um ihnen gerecht zu werden. Einzeln und als Paar haben mir beide sehr gefallen. Zwei kleine Wermutstropfen gab es allerdings: zum einen waren beide mir ein stückweit zu naiv und ahnungslos - hier bleibt Cross zu nah am Märchen. Die Figuren beginnen erst im Laufe der Geschichte Dinge zu hinterfragen, die eigentlich viel früher hätten auffallen müssen. Das führt dazu, dass ich sie manchmal nicht völlig ernstnehmen konnte. Zum zweiten hatten sie für meinen Geschmack zu wenig gemeinsame Szenen, bevor sich die Liebesgeschichte entfaltet. Chronologisch betrachtet vergehen zwei Wochen - das ist durchaus genug für eine (für mich) glaubwürdige Lovestory. Stattdessen hätte die Geschichte für meinen Geschmack 50 Seiten mehr gemeinsamer Screentime der beiden gebrauchen können, um ihre Zuneigung nachvollziehbar aufzubauen.

Fazit
Sieht man von kleineren Inkonsistenzen im Figurendesign ab, liefert Juliette Cross eine spannende historisch-fantastische Liebesgeschichte, die mit ihrem Märchenflair und der neuen Interpretation der inzwischen eigentlich ausgelutschten Spezies der Vampire begeistern kann. Ich freue mich wahnsinnig auf weitere Bände in der Reihe, da genug interessante Nebenfiguren eingeführt worden, deren Liebesgeschichten ich gerne erfahren möchte.

4,5 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
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Mittwoch, 8. März 2017

Rezension: "Die Krone der Sterne" von Kai Meyer


Rezension
Die Krone der Sterne
von Kai Meyer

Fischer TOR
Illustrationen von Jens Maria Weber
ISBN: 978-3596035854
Broschiertes Taschenbuch mit 464 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Science Fiction, Space Fiction
Preis: 14,99 €

Reihe: Die Krone der Sterne #1
1. Die Krone der Sterne
2. - noch kein Titel - (ET: 2018)
3. - noch kein Titel - (ET: ?)



Inhalt
Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht.
Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.
©Goodreads

Meine Meinung
So selten, wie ich Science Fiction lese, war ich doch sehr angetan von Kai Meyers Ausflug in dieses Genre. Wir haben es mit einem unglaublich vielschichtigen Worldbuilding zu tun. Nach und nach wird man in eine rätselhafte galaktische Welt eingeführt, deren Geschichte tausende Jahre zurückreicht und doch immer noch die Gegenwart hineinragt. Es ist mir schleierhaft, wie Meyer bei all diesen faszinierenden Details den Überblick behalten konnte. Noch viel beachtlicher ist es, dass Meyer es schafft, dieses Worldbuilding mit den doch sehr vielfältigen Erklärungspassagen gekonnt in die Geschichte einzubauen, ohne dass es in Infodumping ausartete. Meyer ist nicht ohne Grund einer der renommiertesten Fantasyautoren im deutschsprachigen Raum.

Die Gruppe an Hauptfiguren bietet von Beginn an viel Potenzial, denn hier ist für jeden etwas dabei: Überlebenskünstler und starke Charakterköpfe sind Iniza, Glanis, Kranit und Shara alle zusammen, war für allerlei Konflikte und Kräftemessen sorgte, und doch einen gewissen Zusammenhalt schuf. Das Liebespaar sorgt für einen romantischen Touch. Eingestrickt sind diese Figuren in eine Geschichte, die beinahe von der ersten Seite an ein sehr hohes Tempo vorlegte und dieses auch halten konnte - einigen Plot Twists sei Dank, die das Weltbild der Protagonisten tüchtig durcheinander bringen. 

Meinem Lesegeschmack entsprechend sagte mir der spannungs- und temporeiche Plot sehr zu, allerdings ging mir darüber das Charakterdesign leider ein wenig verloren. Während ich die beiden Frauen Iniza und Shara sehr nachvollziehbar und sympathisch fand, blieben mir Glanis und Kranit zu flach, über sie habe ich nichts erfahren, dass sie mir ans Herz wachsen und mich für ihr Schicksal bangen lässt. Glanis wünscht man das Überleben eher um Inizas Willen, auch Kranit wird am ehesten dadurch sympathisch, dass er im Laufe der Ereignisse immer stärker eine schützende Hand über Iniza und Glanis hält. Hier hoffe ich darauf, dass Meyer das in den beiden angekündigten Folgebänden noch aufholt, denn Potenzial dazu ist mit Sicherheit da.

Meyer Schreibstil kann man wie immer nur loben, er ließt sich flüssig und die Formulierungen sind manchmal überraschend tiefsinnig und die ein oder andere Sentenz bleibt im Gedächtnis. Seine Dialoge fließen, die Stimmen und Wortwahl der Figuren wirken authentisch und individuell.
Highlight des Buches ist natürlich die aufwendige Gestaltung: nicht nur das Cover sieht sehr edel aus und passt hervorragend zum Inhalt, sondern auch Illustrationen von Jens Maria Weber auf den ersten 10 Seiten hauchen der Geschichte leben ein und fangen die Kreativität von Meyers Welt in Bildern ein. Ich hoffe, die Illustrationen bleiben uns in weiterhin erhalten.

Fazit
Meyer entwickelt hier ein komplexes Wordlbuilding, dessen Nuancen und Geheimnisse zwischen Technik und Magie wir bisher nur angestupst haben. "Die Krone der Sterne" bietet ein galaktisches Weltraumspektakel voller Spannung, Tempo und Verfolgungsjagden, die den Atem rauben. Allein die Charaktere könnten in folgenden Bänden ein wenig mehr Background und Tiefe vertragen. Für all jene, die Science Fiction/Space Fantasy einmal ausprobieren wollen oder es gelegentlich gerne lesen, einen Blick wert!

4 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
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Samstag, 4. März 2017

Gelesen im Februar & Neuerscheinungen im März 2017

Hallo ihr Lieben!
Still und heimlich hat sich auch der Februar 2017 aus dem Staub gemacht. Lesetechnisch war es ein erfreulich guter Monat. Seht selbst:

Gelesen im Februar 2017: 9






6. Wires and Nerve (Wires and Nerve #1) von Marissa Meyer & Doug Holgate (4,5/5 Sterne)

7. Die Krone der Sterne von Kai Meyer (4/5 Sterne)



Im Februar waren viele, viele tolle Bücher dabei: mit Wild & Sweet und Tapping the Billionaire habe ich zwei tolle Contemporary Romances gelesen, die mir total gute Laune gemacht haben. Generell war es ein sehr Liebesgeschichten-reicher Monat - Hardwired und Hardpressed bildeten jedoch demgegenüber das untere Ende der Bewertungsskala des Monats. Besonders Hardwired fand ich eher bedenklich als unterhaltsam.

Der Blog im Februar 2017:
Bis auf eine Rezension zu Rough & Tumble von Rhenna Morgan gab es nichts zu vermelden - die Freizeit, die ich zur Verfügung hatte, habe ich vor allem in das Lesen an sich und weniger in Internet und Bloggen investiert.

Leben, Lesen und Bloggen im März 2017:
Langsam muss ich das Tempo bei der Prüfungsvorbereitung etwas anziehen, bzw. muss ich mit den Recherchen für meine Abschlussarbeit beginnen. Neben all dem Lesen von Fachliteratur könnte es daher sein, dass meine Leselust im Hobbybereich ein wenig leidet. Daher nehme ich mir für den Monat bewusst gar keine Pflichtlektüre oder bestimmte Blogbeiträge vor, damit es möglichst zwanglos bleibt.
Kleines Highlight wird natürlich wie immer die Leipziger Buchmesse sein, auch wenn meine Begeisterung dafür in den letzten Jahren etwas zurückgegangen ist. Nach 8 Jahren werde ich der Messe bestimmt nicht untreu werden!

Interessante Neuerscheinungen im März 2017:


Fallen Queen: Ein Apfel rot wie Blut von Ana Woods | 




Hunted von Megan Spooner (14.03.17) | 





Highlights gibt es im März sogar zwei: zum einen den Beginn der fantastischen Black Lily Tales von Julitte Cross: The Black Lily. Das Buch durfte ich bereits vorab lesen und es hat mir - wie alles aus Juliette Cross' Feder - unheimlich gefallen. Der Roman besticht mit einer tollen Mischung aus Historical und Paranormal Romance. Zum anderen warte ich seit gefühlten Ewigkeiten auf The Song Rising und hoffe sehr, dass ich die Zeit haben werden, mir dieses Buch in Ruhe zu Gemüte zu führen.
Auch mega gespannt bin ich auf Fallen Queen von Ana Woods. Leider findet man dazu bei Amazon und auf der Drachenmond-Website noch keine Infos - ich hoffe, der Titel wurde nicht verschoben. Sollte er erscheinen, wäre er ein heißer Kandidat für eine Buchmesse-Anschaffung!

Ist der Februar an Euch auch so vorbeigeflogen?
Liebe Grüße, eure Jasmin.

Sonntag, 19. Februar 2017

Rezension "Rough & Tumble" von Rhenna Morgan


Rezension
Rough & Tumble
von Rhenna Morgan

Carina Press
ISBN
B01N408FUM
eBook mit 432 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Contemporary Romance
Preis: ~ 2,99 €

Reihe: Haven Brotherhood #1
1. Rough & Tumble
2. Wild & Sweet (ET: 10. April 2017)
3. Claim & Protect (ET: Juni 2017)




Inhalt
A self-made man with his fingers in a variety of successful businesses, Jace Kennedy lives for the challenge and he always gets what he wants. From the start, he sees Vivienne Moore's hidden wild side and knows she's his perfect match, if only he can break it free. He will have her. One way or another.

Vivienne's determined to ditch the rough lifestyle she grew up in, even if that means hiding her true self behind a bland socialite veneer. Dragging her party-hound sister out of a club was not how she wanted to ring in the New Year, but Viv knows the drill. Get in, get her sister and get back to the safe, stable life she's built for herself as fast as humanly possible. But Viv's plans are derailed when she finds herself crashing into the club's clearly badass and dangerously sexy owner.

Jace is everything Vivienne swore she never wanted, but the more time she spends with him, the more she starts to see that he loves just as fiercely as he fights. He can walk society's walk and talk society's talk, but when he wants something, he finds a way to get it. He's proud of who he is and where he came from, and he'll be damned if he lets Vivienne go before showing her the safest place of all is in the arms of a dangerous man.©Goodreads

Meine Meinung
Was für eine geniale Contemporary Romance! In Rough & Tumble habe ich alles gefunden, was ich an einem Liebesroman schätze.

Rough & Tumble liefert einen genialen Cast. Die beiden Hauptfiguren Viv und Jace sind dem Leser auf Anhieb nahe. Man erfährt schnell, dass beide ihr Päckchen Vergangenheit zu tragen haben. Das Gute daran ist, dass dieser Aspekt nicht Überhand nimmt - und vor allem nicht überdramatisiert wird, sodass sie Gott sei Dank nicht zu wandelnden unverarbeiteten Traumata verkommen.  Die vergangene Erlebnisse beeinflussen zwar das Handeln und Denken der Protagonisten, bestimmen aber nicht ihren gesamten Charakter. Etwas mehr Detail hätten ihre Hintergrundgeschichten jedoch andererseits auch vertragen, um eine stärkere emotionale Verbundenheit zu den Figuren aufbauen zu können.
Verzaubert haben mich in dieser Geschichte auch die Nebencharaktere. Jace ist Oberhaupt der "Haven Brotherhood", einer Gemeinschaft von sechs Männern, die sich zu einer Familie zusammengeschlossen haben und einander zur Seite stehen. Selbstverständlich werden deren Geschichten in den kommenden Bänden der Reihe erzählt werden, sodass jegliche Neugier, die hier erweckt wird, früher oder später befriedigt werden wird.

Oft sind mir Contemporary Romances bezüglich der Plotentwicklung etwas zu zurückhaltend: es passiert nur sehr wenig, die Liebesgeschichte bietet den einzigen Handlungsstrang. Auch hier hebt sich Rough & Tumble äußerst positiv ab: der enthaltene Thrill-Aspekt ist spannend und bleibt konstant im Gedächtnis, da er sich bis zum Ende aufbaut. 
Daneben ist die Liebesgeschichte zwischen Viv und Jace absolut glaubwürdig. Beide haben ihre Zweifel, lassen sich von diesen aber weder zu sehr hemmen, noch werden sie zu schnell übergangen. Wo Jace sich sehr schnell auf Viv festlegt, braucht es bei ihr eine eine stetige Entwicklung, welche die Autorin sehr nachvollziehbar darstellt, ehe sie sich entschließen kann, sich voll auf Jace einzulassen. Und das Beste: kein unnötiger überdramatisierter Streit muss zum Ende künstlich (Pseudo-)Spannung aufbauen. Das schafft die Autorin auch so hervorragend, sodass man am Ende das verdiente Happy End mit einem zufriedenen Lächeln genießen kann! So lobe ich mir das!

Fazit
Zwei symphatische und nachvollziehbare Protagonisten - ein Alpha-Mann und eine eigenständige Frau, die ihm gewachsen ist -, deren Liebesgeschichte sich in genau dem richtigen Tempo entwickelt und das romantische Herz erwärmt. Dazu noch eine Prise Thrill, die dem Buch zu jeder Zeit einen zusätzlichen Touch Spannung verleiht und ein fantastischer Cast an Nebenfiguren. Und fertig ist die nahezu perfekte Contemporary Romance für meinen Geschmack.

5 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
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