Donnerstag, 11. Mai 2017

(Zwangs-)Pause: Staatsexamen

Hallo ihr Lieben!

Seit einiger Zeit ist es hier wieder sehr still. Das liegt daran, dass ich diesen Sommer mein Erstes Staatsexamen ablege. Das bedeutet viel Arbeit: Eine Wissenschaftliche Arbeit will geschrieben werden, es sind Prüfungen in den Fachdidaktiken und Fachwissenschaften meiner beiden Fächer und eine Bildungswissenschaftliche Klausur zu absolvieren. Das alles nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch, da wir aufgrund der - auf Deutsch gesagt beschissenen - Organisation der Staatsprüfungen hier in Sachsen sämtlichen Prüfungsstoff selbstständig erarbeiten müssen und keine Vorbereitung im Rahmen von Seminaren oder Kolloquien zur Unterstützung haben.

Daher habe ich den gesamten April über wie eine Verrückte an meiner Wissenschaftlichen Arbeit geschrieben. 60 Seiten in 5 Wochen sind ein ganz guter Schnitt, aber diese wollen in den kommenden Wochen neben dem Ausarbeiten und Lernen des Prüfungsstoffes auch noch überarbeitet und in der Argumentation verfeinert werden.

Das bedeutet, dass es hier mindestens bis Mitte Juli weiter kaum Regungen zu verzeichnen geben wird. Gelegentlich lege ich mich Abends mit einem Hörbuch aufs Sofa, ansonsten ist die Lektüre jedoch gegen Null gegangen, sodass ich gar nichts zu Bloggen habe. Was wirklich eine Schande ist, da Anfang Mai meine vorbestellte Ausgabe von A Court of Wings and Ruin von Sarah J. Maas eingetrudelt ist und ich so gespannt darauf bin. Schweren Herzens lasse ich das Buch liegen, da ich sowieso kaum zu mehr als 10 Seiten am Tag kommen würde und das würde mir nur die Lesefreude und Stimmung kaputt machen - zumal ich Ende Mai/Anfang Juni zusätzlich für die Fachwissenschaftsprüfung in Literaturwissenschaft mehrere Klassiker lesen muss.

Im April habe ich zwar die Tribute von Panem-Trilogie gelesen, allerdings nur deshalb, weil sich meine Wissenschaftliche Arbeit mit jugendliterarischen Dystopien und ihrem Verhältnis zur klassischen Dystopie auseinandersetzt, also zählt das auch eher zur Pflichtlektüre. Für den Blog hätte ich sogar noch ein, zwei Rezensionen vorrätig, aber selbst die müsste ich ja noch zu fertigen Posts verarbeiten und dafür fehlt mir schlicht die Motivation, so viel wie ich aufgrund des Staatsexamens am PC sitze. Im August könnte es eventuell wieder etwas bergauf gehen, Prüfungen habe ich allerdings bis Ende September, daher kann ich nichts versprechen.

Aufgrund dessen wünsche ich euch allen jetzt schon einen wunderschönen, Sonnenschein- und lesereichen Sommer und verabschiede mich bis auf Weiteres in die Versenkung mit der Option auf die ein oder andere Rezension, wenn ich gerade zum Lesen komme und anschließend die Zeit und Lust für eine Rezension habe. 

Genießt euren Sommer! Ich wünsche euch alles Gute! :)
Liebste Grüße, eure Jasmin.

Sonntag, 9. April 2017

Rezension "Wild & Sweet" von Rhenna Morgan


Rezension
Wild & Sweet
von Rhenna Morgan

Carina Press
ASIN: B01N74MER5
eBook mit ca. 432 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Contemporary Romance
Preis: ca. 2,41 €

Reihe: Haven Brotherhood #2
2. Wild & Sweet
3. Claim & Protect (ET: 12.06.17)




Inhalt
Zeke Dugan is not a man who walks the straight and narrow. He may have sworn an oath as a trauma doc, but he has zero problem leveraging his medical skills outside a hospital if it means giving the Brotherhood—the group of men he calls family—an advantage. Blood before business. All that changes when shy Gabrielle stumbles into his life and ignites his protective instincts.

Mechanic Gabrielle Parker prefers the complexities of an engine over men. Her life wasn't always quiet and well-ordered, but now that it is, she finds peace in the solitude. When a robbery in her neighborhood forces her out of her safe bubble, she never fathoms that a dangerous, cocky trauma doctor will fix more than her injuries.

Zeke doesn't play by the rules that Gabrielle follows but knows that he's exactly what she needs in her life. He'll show her the fierce and uncompromising protection that comes from belonging to a man like him.

When tension outside the Brotherhood threatens Gabrielle, Zeke will do anything to keep her safe, and damn the consequences. No one will hurt his woman, even if it means putting the very men who saved his life at risk.©Goodreads

Meine Meinung
In Wild & Sweet vereint Rhenna Morgan erneut alles, was eine gute Contemporary Romance für mich braucht: sympatische Charaktere mit Chemie und Knistern, einen klasse Cast an Nebenfiguren, einen dynamischer Plot ohne unnötig heraufbeschworene Streits und Dramen kurz vor Ende.

Zeke kennen wir bereits aus Rough & Tumble und er hat mir genauso gut gefallen, wie ich erwartet hatte. Er ist ein pflichtbewusster Arzt und hat doch auch seine raue Seite, ohne dass es übertrieben wirkte. Als Figur ist er fast schon zu perfekt, er ist absolutes Topmaterial zum Schwärmen und verzückten Seufzen! Trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr Einsicht in seine Emotionen und seine Vergangenheit gewünscht. Der emotionale Fokus lag sehr viel stärker auf Seiten unserer Protagonistin Gabrielle: mit ihrer Sozialphobie ist sie eine sehr fragile Seele, die jedoch im Laufe der Geschichte unheimlich viel Rückgrat entwickelt und mit ihrem Mut beeindruckt.

Gabe macht eine erkennbare Entwicklung durch, die gemeinsam mit der Liebesgeschichte einen Großteil des Plots ausmacht. Hier liegt mein zweiter kleiner Kritikpunkt: es gibt zwar eine äußere Bedrohung, die einen kleinen Suspense Plot in die Geschichte einbaut, allerdings war dieser mir wie so oft etwas zu schlecht ausgebaut. Da wäre mehr Potenzial für Spannung und Action drin gewesen. So blieb die Geschichte auf das Liebespaar fokussiert - das funkioniert zumindest bei Rhenna Morgan für mich sehr gut, da ihre Paare sich entwickeln und trotz ernster Themen und Probleme eine Leichtigkeit bewahren.

Ein großer Pluspunkt der Geschichte ist und bleibt die Haven Brotherhood, deren Mitglieder nicht nur einander, sondern auch dem Leser ein Gefühl von Zugehörigkeit und Wärme vermitteln. Die gemeinsamen Szenen der Pärchen und der Männer sind jedes Mal aufs Neue herzerwärmend zu lesen. Im nächsten Roman gerne noch mehr davon!

Fazit
Wenn auch nicht mehr ganz so gut wie der Start der Reihe Rough & Tumble, begeistert die Haven Brotherhood-Reihe weiterhin auf ganzer Linie mit einer einfühlsamen Liebesgeschichte zwischen zwei originellen und sympatischen Figuren in einem coolen Setting. Diese Reihe gehört ab jetzt zu meinen Lieblingen!

4,5 von 5 Buchwelten.

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Mehr zu "The Black Lily" auf: GoodreadsAmazon, Website der Autorin

Montag, 27. März 2017

Rezension "The Black Lily" von Juliette Cross



Rezension
The Black Lily
von Juliette Cross

Entangled Publishing Select Otherworld
ASIN: B06XC4R44J
eBook mit ca. 290 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Paranormal Romance
Preis: ca. 5,36 €

Reihe: Tales of the Black Lily #1
1. The Black Lily
2. The Red Lily (ET: 19. Juni 2017)




Inhalt
Cinderella like you’ve never seen before…
With the threat of the vampire monarchy becoming stronger every day, the Black Lily must take drastic measures. As the leader of the underground resistance, Arabelle concocts the perfect idea to gain the attention of the Glass Tower. Her plan? Attend the vampire prince’s blood ball and kill him. Fortunately for Prince Marius, her assassination goes awry, and Arabelle flees, leaving behind only her dagger.
Marius is desperate to find the woman whose kiss turned into attempted murder, hunting for the mysterious assassin he can’t push out of his mind. But what he uncovers could change the course of his life forever…©Goodreads


Meine Meinung
Eine von Juliette Cross' größten Stärken ist es, dass sie sich für jede ihrer Welten etwas ganz Neues ausdenkt: sie nimmt Bekanntes, gibt diesem einen innovativen Dreh, den man so noch nicht gesehen hat und gestaltet damit faszinierende Geschichten. In ihrem neusten Roman The Black Lily, dem Start in eine neue Serie, mischt sie romantische, paranormale und historische Fantasy mit Märchenelementen.

In Arabelles Welt herrscht die mächtige Varis-Dynastie, bestehend aus den ältesten und mächtigsten Vampiren, unumschränkt über das Land. Die Menschen fürchten sie, denn nicht nur müssen sie den Aristokraten dienen, sondern es verschwinden auch immer wieder Menschen spurlos. Arabelle selbst kann dieses Unrecht nicht mehr mit ansehen und so ruft sie eine Gruppe von Rebellen namens Black Lily ins Leben, um die Tyrannen zu stürzen. Man kann sagen was man will: schon nach dem Prolog, der nur wenige Sätze umfasst und die Gründungslegende der Vampirmonarchie beschreibt, war ich total gefesselt. Das Worldbuilding ist typisch mittelalterlich angelegt: eine Monarchie, die in Luxus und Sicherheit in ihrem Schloss im krassen Gegensatz zu den ärmlichen Verhältnissen der einfachen Leute leben. Indem sie den Adel vampirisch macht, spitzt die Autorin dieses Ausbeutungsverhältnis zusätzlich zu, da natürlich die Vampire das Blut der Menschen trinken, um zu überleben. Damit thematisiert sie quasi nebenbei die Gegensätze in einem Abhängigkeitsverhältnis und zeigt in der Geschichte ihrer Protagonisten, wie Hass und Vorurteile auf beiden Seiten überwinden werden können.

Die Protaginsten nehmen genau jene Rollen ein, die ihnen die Cinderella-Märchenadaption, die The Black Lily ist, zuweist: das arme Dienstmädchen und der Prinz. Trotzdem ist Arabelle viel mehr als nur eine wehrlose Cinderella. Stattdessen kann sie mit ihrer Entschlossenheit andere inspirieren und kämpft für ein gutes Ziel - nicht ohne sich im Laufe der Handlung zu fragen, ob sie es auf die richtige Art und Weise tut. Ebenso ist Marius mehr als ein verwöhnter Prinz, viel mehr liegen ihm die Menschen wirklich am Herzen und er versucht sein Bestes, um ihnen gerecht zu werden. Einzeln und als Paar haben mir beide sehr gefallen. Zwei kleine Wermutstropfen gab es allerdings: zum einen waren beide mir ein stückweit zu naiv und ahnungslos - hier bleibt Cross zu nah am Märchen. Die Figuren beginnen erst im Laufe der Geschichte Dinge zu hinterfragen, die eigentlich viel früher hätten auffallen müssen. Das führt dazu, dass ich sie manchmal nicht völlig ernstnehmen konnte. Zum zweiten hatten sie für meinen Geschmack zu wenig gemeinsame Szenen, bevor sich die Liebesgeschichte entfaltet. Chronologisch betrachtet vergehen zwei Wochen - das ist durchaus genug für eine (für mich) glaubwürdige Lovestory. Stattdessen hätte die Geschichte für meinen Geschmack 50 Seiten mehr gemeinsamer Screentime der beiden gebrauchen können, um ihre Zuneigung nachvollziehbar aufzubauen.

Fazit
Sieht man von kleineren Inkonsistenzen im Figurendesign ab, liefert Juliette Cross eine spannende historisch-fantastische Liebesgeschichte, die mit ihrem Märchenflair und der neuen Interpretation der inzwischen eigentlich ausgelutschten Spezies der Vampire begeistern kann. Ich freue mich wahnsinnig auf weitere Bände in der Reihe, da genug interessante Nebenfiguren eingeführt worden, deren Liebesgeschichten ich gerne erfahren möchte.

4,5 von 5 Buchwelten

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Mehr zu "The Black Lily" auf: Goodreads, Amazon, Website der Autorin

Mittwoch, 8. März 2017

Rezension: "Die Krone der Sterne" von Kai Meyer


Rezension
Die Krone der Sterne
von Kai Meyer

Fischer TOR
Illustrationen von Jens Maria Weber
ISBN: 978-3596035854
Broschiertes Taschenbuch mit 464 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Science Fiction, Space Fiction
Preis: 14,99 €

Reihe: Die Krone der Sterne #1
1. Die Krone der Sterne
2. - noch kein Titel - (ET: 2018)
3. - noch kein Titel - (ET: ?)



Inhalt
Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht.
Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.
©Goodreads

Meine Meinung
So selten, wie ich Science Fiction lese, war ich doch sehr angetan von Kai Meyers Ausflug in dieses Genre. Wir haben es mit einem unglaublich vielschichtigen Worldbuilding zu tun. Nach und nach wird man in eine rätselhafte galaktische Welt eingeführt, deren Geschichte tausende Jahre zurückreicht und doch immer noch die Gegenwart hineinragt. Es ist mir schleierhaft, wie Meyer bei all diesen faszinierenden Details den Überblick behalten konnte. Noch viel beachtlicher ist es, dass Meyer es schafft, dieses Worldbuilding mit den doch sehr vielfältigen Erklärungspassagen gekonnt in die Geschichte einzubauen, ohne dass es in Infodumping ausartete. Meyer ist nicht ohne Grund einer der renommiertesten Fantasyautoren im deutschsprachigen Raum.

Die Gruppe an Hauptfiguren bietet von Beginn an viel Potenzial, denn hier ist für jeden etwas dabei: Überlebenskünstler und starke Charakterköpfe sind Iniza, Glanis, Kranit und Shara alle zusammen, war für allerlei Konflikte und Kräftemessen sorgte, und doch einen gewissen Zusammenhalt schuf. Das Liebespaar sorgt für einen romantischen Touch. Eingestrickt sind diese Figuren in eine Geschichte, die beinahe von der ersten Seite an ein sehr hohes Tempo vorlegte und dieses auch halten konnte - einigen Plot Twists sei Dank, die das Weltbild der Protagonisten tüchtig durcheinander bringen. 

Meinem Lesegeschmack entsprechend sagte mir der spannungs- und temporeiche Plot sehr zu, allerdings ging mir darüber das Charakterdesign leider ein wenig verloren. Während ich die beiden Frauen Iniza und Shara sehr nachvollziehbar und sympathisch fand, blieben mir Glanis und Kranit zu flach, über sie habe ich nichts erfahren, dass sie mir ans Herz wachsen und mich für ihr Schicksal bangen lässt. Glanis wünscht man das Überleben eher um Inizas Willen, auch Kranit wird am ehesten dadurch sympathisch, dass er im Laufe der Ereignisse immer stärker eine schützende Hand über Iniza und Glanis hält. Hier hoffe ich darauf, dass Meyer das in den beiden angekündigten Folgebänden noch aufholt, denn Potenzial dazu ist mit Sicherheit da.

Meyer Schreibstil kann man wie immer nur loben, er ließt sich flüssig und die Formulierungen sind manchmal überraschend tiefsinnig und die ein oder andere Sentenz bleibt im Gedächtnis. Seine Dialoge fließen, die Stimmen und Wortwahl der Figuren wirken authentisch und individuell.
Highlight des Buches ist natürlich die aufwendige Gestaltung: nicht nur das Cover sieht sehr edel aus und passt hervorragend zum Inhalt, sondern auch Illustrationen von Jens Maria Weber auf den ersten 10 Seiten hauchen der Geschichte leben ein und fangen die Kreativität von Meyers Welt in Bildern ein. Ich hoffe, die Illustrationen bleiben uns in weiterhin erhalten.

Fazit
Meyer entwickelt hier ein komplexes Wordlbuilding, dessen Nuancen und Geheimnisse zwischen Technik und Magie wir bisher nur angestupst haben. "Die Krone der Sterne" bietet ein galaktisches Weltraumspektakel voller Spannung, Tempo und Verfolgungsjagden, die den Atem rauben. Allein die Charaktere könnten in folgenden Bänden ein wenig mehr Background und Tiefe vertragen. Für all jene, die Science Fiction/Space Fantasy einmal ausprobieren wollen oder es gelegentlich gerne lesen, einen Blick wert!

4 von 5 Buchwelten

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